rosige Zeiten für Microsoft Access?

By , 19. Mai 2011

In einer aktuellen Veröffentlichung der Software Initiative Deutschland wird von einer Analyse von Geschäftsprozess-Veränderungen berichtet, welche unter anderem als Ergebnis hervorbrachte, dass zur Zeit jeder dritte Geschäftsprozess auf eine Access Anwendung beruht.

Diese Prozesse laufen zumeist autark in den Fachabteilungen ab, ohne dass die IT-Abteilung davon Kenntnis erlangte bzw. informiert wurde. Da zeigt sich dass Microsoft Access durchaus Qualitäten als Rapid Aplication Development-Tool aufweist.

Die Ursache der Kluft zwischen IT-Abteilung und Fachabteilung sei die immer höhere Geschwindigkeit, mit der die Geschäftsprozesse angepasst werden müssen, deren die IT-Abteilung nicht mehr nachkommt. Da die Fachabteilungen trotzdem funktionieren müssen wird eben verstärkt zur Selbsthilfe gegriffen mit den der Fachabteilung zur Verfügung stehenden Mitteln – und das ist nun mal in aller Regel Microsoft Office. Der Autor der Veröffentlichung prognostiziert weiter, dass diese Kluft ständig sich vergrößern wird und ein Ende noch nicht abzusehen sei . Seine Einschätzung geht sogar so weit dass bald rund 80% aller Geschäftsprozesse der deutschen Konzernwelt auf Excel und Access basieren werden.

Es ist noch nicht so lange her dass Access-Anwendungen vorallem in den großen Betrieben und Konzernen als Verpöhnt galten. Sicherlich herrscht diese Meinung bei vielen ITlern noch vor, doch da wird bzw. muss ein Umdenken stattfinden, denn die Integration von Fachabteilung spezifischen Access-Anwendungen in die IT-Abteilung erhöhen spürbar Sicherheit und Qualität der Anwendungen.

Und auch Microsoft muss dieser Entwicklung mit innovativen und sichereren Access-Versionen gerecht werden – mit der Veröffentlichung von Access 2010 wurde bereits schon ein großer Schritt in diese Richtung getan. In Zukunft wird es wohl ein steigender Bedarf an Schulungen in den Betrieben geben, und auch das Heer von freiberuflichen Softwareentwickler – zu denen auch ich gehöre – wird von dieser Entwicklung profitieren.

Sogesehen könnte die Access-Zukunft schon rosig werden.

Bis dahin
Andreas Vogt ©2011

Quelle: www.softwareinitiative.de

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